Minadax PVA Filament

Minadax hat sich bereits vor Jahren entschlossen am 3D-Druck Markt mit PVA mitzumischen. Das wasserlösliche Thermoplast Material kann mit vielen Dual-Extruder 3D-Druckern problemlos verarbeitet werden. Im Anschluss lässt es sich in kaltem Wasser auflösen. Für diese Eigenschaft ist PVA Filament bekannt. Aus diesem Grund wird das Minadax PVA fast ausschließlich als Stützmaterial eingesetzt. Wir haben uns angesehen, ob sich der Kauf des Filaments lohnt.

Minadax PVA Filament

Minadax PVA Filament

sehr einfach zu drucken

relativ gute Bindung an PLA

Produktion nachweislich in Europa

überdurchschnittlich teuer

Preis in € 42,90 / –
Farben
  • Bewertung

    Kompatibel mitvielen Dual- und Multi-Extruder 3D-Druckern
    Anbieter1.75mm auf Amazon

    Durchmesser und Verkaufsmenge

    Im Gegensatz zum Minadax ABS wird das PVA Material nur mit einer Menge von 0,5kg verkauft. Das ist zwar nur die Hälfte, dieser Wert ist aber für PVA Filament üblich. Der Grund dafür liegt in den verbrauchten Mengen von PVA. Da es praktisch ausschließlich als Stützmaterial eingesetzt wird, benötigt man davon nicht soviel, wie vom Hauptmaterial. Der Durchmesser des in Europa – genauer gesagt in den Niederlanden – produzierten Minadax PVA beträgt 1,75mm. Als 2,85mm oder 3,00mm Variante ist es nicht erhältlich.

    Drucktemperatur und Geruchsentwicklung

    Bei der notwendigen Drucktemperatur macht Minadax zwar für andere Filamentsorten exakte Angaben. Für das PVA Filament fehlen diese aber oder werden nur vage ausgedrückt. Unsere Druckversuche zeigten, dass ab 175° Celsius gedruckt werden kann. Empfehlenswerter ist es allerdings, mit etwas mehr Hitze zu arbeiten. Bei rund 185° Celsius gab es mit Ausnahme von einem Vorfall keine Druckprobleme. In dem einen Ausnahmefall hatte einer unserer 3D-Drucker – ein Geeetech Pro C Prusa i3 – Probleme, da das Filament unmittelbar bei der Eintrittsstelle in den Extruder abgerissen bzw. offenbar durchgebrannt ist. Es schmolz also an einer Stelle, an der es nicht schmelzen sollte. Die Schuld dafür ist aber einer Fehlfunktion beim Drucker zuzuweisen. Unangenehme Gerüche oder gar toxische Duftabsonderungen gibt es bei PVA Filament nicht. Somit sorgte hier auch das Minadax Material für keine Probleme.

    Qualität und Wicklung

    Beim Testen des Minadax PVA konnten wir aus qualitativer Sicht nichts feststellen, was negativ wäre. Die Druckergebnisse sehen gut aus, die Wasserlöslichkeit ist gegeben. Dem Einsatz als Supportmaterial steht daher nichts im Weg. Das Auflösen des PVA dauert je nach Größe und Dichte des Filaments eine Weile. Bei kleinen Objekten muss man mit wenigen Stunden, bei großen und dichten mit einem ganzen Nachmittag oder über Nacht rechnen. Das Wasser, in dem das PVA aufgelöst wird muss dabei unbedingt kalt sein. In warmem Wasser löst sich PVA Filament nicht so gut. Obwohl es nicht ganz auszuschließen ist, könnte der bereits erwähnte Vorfall mit unserem Geeetech Pro C Prusa i3 auf ein Wicklungsproblem, oder zumindest eine Folge davon zurückzuführen sein. Unmittelbar konnten wir jedoch keine Probleme beim Abrollen des Minadax PVA Filaments feststellen.

    Farbauswahl und -echtheit

    Da PVA Filament fast ausschließlich als Supportmaterial zum Einsatz kommt, erzeugen es die meisten Unternehmen nur in einer Farbe. Diese ist in der Regel naturweiß oder sehr hellgelb. Das trifft auch auf das Minadax PVA zu. Sollte man für spezielle Einsatzzwecke auf der Suche nach färbigem PVA sein, kann man sich an die Firma Ice Filaments wenden. Da es dafür aber wirklich kaum Einsatzzwecke gibt, handelt es sich dabei eher um ein Nischenangebot. Solange das Minadax Filament nicht zu hoher Hitze ausgesetzt wird, ist es stabil und farbecht.

    Unsere Bewertung:

    Minadax PVA Test Fazit

    Da PVA in der Regel einfach zu verarbeiten ist und aufgrund seiner Eigenschaften selten Probleme bereitet, ist die Handhabung eher simpel. Das merkt man auch beim PVA von Minadax: einfach zu drucken, keine Ungereimtheiten und mit niederländischem Qualitätssiegel. Das sind positive Eigenschaften. Weniger positiv ist die Preisgestaltung. Von einem Wert der deutlich über dem Durchschnitt liegt lässt sich ableiten, dass die PVA Nachfrage nicht besonders hoch ist. Es gibt auf jeden Fall günstigere Alternativen zu Minadax. Wer trotzdem auf die niederländische Qualität setzen möchte, erhält ein hochwertiges Produkt.